Schlagwörter

, , ,

Außer Handarbeiten (dazu mussich euch auch mal wieder was posten…), Kunst und Fotografie habe ich mich auch an Musik gewagt.

Es fing mit der Grundschule an: meine Eltern schickten mich in den Keyboardunterricht und nach zwei Jahren hatte ich auch mein eigenes Keyboard, was so eine Hassliebe war.

Im Abitur habe ich dann, durch Zufall, auf der Leipziger Buchmesse ein Zelda-Cosplay gesehen. Salia, Link und Zelda musizierten auf Okarinas. Der Titel „Ocarina of time“ und das enthaltene, titelgebende Instrument waren nicht erfunden – es gab die Okarina tatsächlich (wusstte ich damals nicht).

Ich holte mir nach einigen Recherchen eine billige 12-Loch von Amazon – Lieferung aus China!!! Hörte sich nicht so an, wie es sein sollte, aber die Handhabung war logisch und schnell lernbar. Aus Übersee holte ich mir dann eine 30-Loch-Okarina (triple-system). Wahnsinn, was für ein Tonumfang. Titelmelodien, Disney-Lieder und Volkslieder, alles war möglich und mit viel üben auch anhörbar.

20181208_100739.jpg

Die „kleine Gans“, wie sie aus dem italienischen übersetzt heißt, blickt auf 12.000 Jahre Geschichte zurück. Hochkulturen wie die Mayas und Azteken wussten ihren Klang ebenso zu schätzen wie das Kaiserreich China. Und auch in Afrika war sie ein geschätztes Instrument, welches heute noch gespielt wird. In Europa hielt die Okarina erst Mitte des 19. Jahrhunderts einzug. Hier  entwickelte der italienische Tonbrenner Giuseppe Donati die heute so weit verbreitete rübenförmige 10-Loch-Okarina mit ihrem Tonumfang von eineinhalb Oktaven. Die wiederum nahm sich 1982 der Japaner Takashi Aketagawa als Vorbild, um eine erste Zwölf-Loch-Okarina zu bauen, die sich heute international großer Beliebtheit erfreut – sie ist außerdem die verbreiteteste Bauform der Welt ist.

Am häufigsten wird sie nach wie vor aus Ton geformt und gebrannt, es gibt sie aber auch aus Holz, Porzellan, Plastik oder Metall. Die Stimmlagen reichen von der Piccolo- bis zur Bass-Okarina. In Afrika werden auch getrocknete Flaschenkürbise ausgehölt und zu Okarinas geschnitzt.

In der klassischen Musik hat die Okarina zwar nie Fuß fassen können, aber unter Hobbymusikern erfreut sie sich großer Beliebtheit. Wenn man genau hinhört, findet man sogar in dem ein oder anderen Film die musikalische Unterstützung der Okarina. Wer kennt den Film „Zwei glorreiche Halunken“???