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Amir war voll, aber sowas von unter den Tisch getrunken, dass sich Belima kurzzeitig fragte, ob er je wieder aufwachen würde. Sie schaute auf die leere Weinflasche in ihrer Hand. Der Wein war tiefrot gewesen und süßer wie jeder Honig. Selbst bei ihren Zechtalenten war sie in guter Stimmung und schaute sich die das innere der Kutsche an. Dem Diebeshandwerk wollte Belima zwar nicht nachgehen (bei einer so kleinen Reisegruppe ist das keine gute Idee…), aber sie wollte sicher gehen, dass Kühnsam auch wirklich flüßig genug war, um seine Vertragsbedingungen auch zu erfüllen… Wie war das Sprichwort mit „Vertrauen“ und „Kontrolle“? Richtig!!!

Ein lauter Pfiff durchdrang die Stille der Nacht. Elaria hatte bei ihrer Wache bemerkt, wie die Gefährten umzingelt wurden und versuchte diese zu warnen. Belima war sofort nüchtern und griff zu ihrem Dolch. Niemand würde zufällig in der Nacht so Pfeifen.

Die Freunde reagieren allesamt: Tsaja und Norin erwachten aus ihrem Schlaf.

5 vermummte Gestalten hatten sich angeschlichen. Tsaja und der Händler hilten sich vorerst aus dem beginnenden Kampf raus. Belima, Elaria und Norin kämpfen bis aufs Blut. 2 Vermummte griffen Elaria an. 2 Weitere drängten sich dem Ingerimmgeweihter auf. Belima hatte Glück, dass sich ihr nur ein Mann in den Weg stellte.

Knüppel wurden geschwungen, Dolche klirrten, Elarias Haumesser schwirrte durch die Lust. Norim setzte seinen 2 Gegner kräftig mit seiner Zwergenaxt zu. Tsaja stand verloren in Mitten des Kampfes und hoffte noch auf eine friedliche Lösung. Belima stieß kritisch ihren Dolch zwischen die Rippen ihres Feindes. Der Kutschjunge kam Elaria zur Hilfe und selbst der Händler Wulfreth nahm größere Steine vom Boden auf und warf sie den Angreifern an den Kopf. Nach schwerem Kampf war ein Angreifer beinahe tot und die 4 anderen schwer verletzt in den Wald verschwunden.

Es waren Gefolgsleute des Namenlosen. Was haben die Anhänger des Namenlosen mit den Leuten um Kühnsam herum zu tun? Tsaja hatte in der Nacht viel Arbeit mit Heilen. Auch dem fast toten Kultisten verarztete sie.

Der Schwerverletzte erzählte – unter Androhungen von Gewalt (Belima drohte mit Entmannung) – dass die Kultisten an dem Sternenmetall interessiert sind, welches Belima Norim vermacht hat. Belima schlug mit der Faust auf ihre Handfläche -> sie hatte es doch gewusst, das Teil brachte nur Ärger -> aber das war ja jetzt den 12 sei Dank, Norims Problem.

Die Gruppe entschied sich den Verletzten zurück zu lassen, sodas die 12 selbst über sein Schicksal entschieden, und setzten ihre Reise weiter fort.

Zwei Tage lang passierte nichts weiter. Eventuell hatte Amir noch mit den Spätfolgen von übermäßigem Weinkonsum zu kämpfen, aber dies wäre ein anderes Kapitel.

Am dritten Tag – früh gegen 8 Uhr – kam auf einmal eine junge rothaarige Frau aus dem Gebüsch gestolpert. Elaria half der Frau sofort beim Aufstehen und dem Einsammeln der verloren gegangenen Äpfel. Die Frau stellte sich als Alevtia vor. Alevtia erzählt den Gefährten von einem Hexenzirkel, der hier in der Nähe lebte. Das Dorf der Hexengemeinschaft hat ein ernstes Problem: Die Hexen hatten einen Mann namens Cordax bei sich aufgenommen und dieser machte ihnen jetzt größere Probleme. Der Mann, mit unheimlicher Aura, manipuliert die Dorfbewohner durch Blutmagie und will die Macht an sich reißen. Pfügeschnabel, sein Rabe, hält vom Himmel aus Wache. Außerdem erzählte Alevtia, dass Cordax hat sich in einer Mühle eingerichtet, die ein bisschen vom Dorf entfernt ist und ein paar Goblins als Bewacher angeheuert hat.

Wie sollten die Freunde sich entscheiden? Nach kurzem Hin und Her und einem Gespräch mit Kühnsam und Wulfreth entschied sich die Gruppe, dass sie das Dorf aufsuchten. Primär um Vorräte zu kaufen und die Pferde zu verpflegen und nebenbei zu der besagten Mühle zu gehen.