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Lange war ich mir nicht einig, ob dies jetzt „Nie mehr…“ Teil 4 wird oder nicht. Ich schrieb lange vor mich hin und stellte fest: mit fast 3000 Worten ist es eine Geschichte für sich, auch wenn dieses mal die Fälle sehr dicht aneinander liegen

Paco gammelte auf dem Beifahrersitz und schaute, wie die letzten Strahlen der Sonne langsam im Rückspiegel untergingen. Der Auftrag passte ihm gar nicht. Der Autodiebstahl war schon grenzwertig, aber das, was Rick machte, war noch unglaublicher.

Anschnallen hat er gesagt, so ein Schwachsinn… wenn uns die Bullen anhalten – klar, die haben auf der Autobahn auch nichts Besseres zu tun als zu schauen, ob die Leute angeschnallt sind. Die Sonne verwand und der Himmel wurde dunkel.

Ein lauter Knall ließ Paco noch hochschrecken, aber zu spät. Der Reifen vom Auto vor ihnen war geplatzt und der Wagen drehte sich unkontrolliert um die eigene Achse. Rick riss vor Schreck das Lenkrad nach rechts um auszuweichen. Sie schleuderten selbst gegen die Leitplanke und durchbrachen sie. Die Wucht drückte Paco in den Sitz hinein. Er sah wie das Wasser sich an der Frontscheibe brach und vorbeirauschte. Der Wagen sank und eiskaltes Wasser schoss durch die offenen Seitenfenster ins Innere. Rick knallte mit den Kopf auf das Lenkrad und blieb im Gurt hängen. Paco versuchte tief zu atmen um genug Sauerstoff im Körper zu haben. Er versuchte den Gurt von Rick zu lösen, aber dieser gab den leblosen Körper nicht frei. Es war bald keine Luft mehr im Wagen. Panik. Paco schwamm durch das offene Fenster er Beifahrerseite. Kälte und Dunkelheit. Der Sorg, den das Auto verursachte zog an ihm. Er sah ein weißes Licht bevor er in Finsternis versank.

 

„Das kannst du nicht tun. Du… Du zerstörst mein gutes Arbeitsverhältnis mit Daniel“, schrieb Tanja

„Ich tue WAS?“ Vanessa schaute ungläubig zu Tanja

„Du hast Daniel signalisiert, dass da was gehen kann und jetzt sagst du, du hättest jemanden kennen gelernt.“

„Wie kommst du auf so eine Idee?“ Vanessa schüttelte den Kopf

„Du hast mit Daniel telefoniert.“

„Du hast ihm ungefragt meine Nummer gegeben, dass er mich ei den Fällen erreichen kann. Soll ich ihn wegdrücken, wenn du mir nichts von den Fällen erzählst? Ich muss mich nicht vor dir rechtfertigen mit wem ich mich treffe.“

„ICH BIN DEINE FREUNDIN!“

„Tolle Freundin“, konterte Vanessa

„Das ist ein Freak… mit dem wirst du doch niemals glücklich…“

„RAUS!“ und damit verwies Vanessa Tanja der Wohnung.

Tanja drehte sich um und ging und schlug hörbar Vanessas Wohnungstür zu. Hatte sie sich denn wirklich in Vani geirrt? Daniel stand definitiv auf Vanessa. Er fragte Tanja, ob sie sich da was vorstellen könne und sie war sich sofort sicher: ja. Die freundlichen Gesten und das unter Menschen gehen, was Vanessa sonst nie gemacht hat. Hatte es echt mit jemanden anderes zu tun?

Tanja setzte sich in ihr Auto. Freak. Scheiße. Das würde ihr Vanessa wahrscheinlich zeitlebens nicht verzeihen, vor allem wen sie mit dem Typen zusammen bleiben sollte. Ja, es gibt Menschen, die im falschen Geschlecht geboren sind. Ja, sie dürfen sich umoperieren lassen. Aber müssen sie sich normale Partner suchen? Ja, sagte Vanessa, alle Menschen haben ein Recht auf Glück, auf Freunde, auf Partnerschaft. Tanja war enttäuscht, denn sie hoffte auf eine andere Partie.

Das Klingeln des Telefons unterbrach Tanjas Gedanken. Es war Daniel.

„Was gibt’s?“ Fragte Tanja niedergeschlagen.

„Sofort ins Büro. Humboldt will uns beide sehen.“

„Geht klar.“

Tanja fuhr los und war gut 12 Minuten später im Büro.

Daniel und Tanja gingen gemeinsam ins Büro von Humboldt. Dieser saß an seinem Schreibtisch und schrieb etwas in eine Akte ein.

„Setzt euch“, sagte er und zeigte auf die zwei Stühle auf der Gegenüberliegenden Schreibtischseite.

„Vor drei Tagen gab es einen Unfall auf der A13 in unsere Richtung. Besser gesagt ein Auto hatte einen Unfall und ein weiteres ist dadurch über die Leitplanke gegangen.“

„Was ist das für ein Auto?“ Fragte Daniel sofort.

„Wissen wir noch nicht. ….“

„Wie, wissen wir noch nicht?“, fragte Tanja prompt rein.

„Darf ich zu Ende reden? Danke. Der Wagen ist im Zemminsee gelandet und die Technik hat erst heute den Standpunkt ausfindig gemacht. Da wir begründeten Verdacht haben, dass sich das Auto mit unseren Autodieben zu tun hat, habe ich Kontakt mit der Schweriner KriPo aufgenommen. Tanja… sie dürfen als Verstärkung hinfahren. Sie benehmen sich und machen keine Alleingänge… und am besten Sie sagen nur etwas, wenn sie wirklich gefragt sind“, beendete Humboldt seine Rede.

„Und ich?“, wendete Daniel ein.

„Sie sind befangen, wenn es wirklich um ihren Bruder geht.“

Tanja wollte gleich los und es Vanessa sagen, aber da ging ihr der Streit durch den Kopf.

„Worauf warten sie?“ Fragte Humboldt.

„Entschuldigung, ich bin grade noch alles durchgegangen, was ich brauche. Ich fahre in etwa einer halben Stunde los. Bei wem soll ich mich dann melden?“

„Bei Kommissar Jens Lehmann. Tanja, sie haben auch ein Hotelzimmer im ‚Am-Haus-Am-See‘.“

 

Fortsetzung folgt…