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Ich habe es zwar immer noch nicht geschafft, euch von meiner Arbeit in der Bestattung zu erzählen. Es ist auch nicht immer leicht über den Tod zu reden. Unsere Gesellschaft neigt dazu, dieses Thema weit weg zu schieben und wenn es einen dann persönlich trifft, fällt man in ein endlos tiefes Loch.

Man hängt an seinen Eltern und Großeltern – man weiß aber auch von klein auf: Sie werden gehen.

Was einem keiner sagt: 20.000 Kinder und Jugendliche, hier in Deutschland, werden vor ihren Eltern gehen… und das jedes Jahr.

Kommenden Sonntag, der zweite Sonntag im Dezember, ist der Weltgedenktag für alle verstorbenen Kinder. Zu diesem Anlass stellen Betroffene auf der ganzen Welt um 19Uhr eine brennende Kerze ins Fenster. Somit soll eine Lichtwelle 24 Stunden lang die Welt umrunden. Das entstandene Licht soll einen Betroffen mit dem nächsten verbinden. Solidarität über die Grenzen von Ländern und Kulturen hinaus symbolisieren.

Ich persönlich finde diese Idee sehr schön. Leider, so Glaube ich, wissen nur wenige davon und viele, die selbst Betroffen sind, wissen gar nicht wie sie den Kontakt zu Menschen, die das Gleiche erleben mussten,erstellen.
Für  viele Menschen ist es schwer zu sagen: ja, ich brauche Hilfe. Viele haben auch die Angst „andere zu nerven“. Das ist der falsche Weg… wir können nur das Verstehen, was wir wissen.