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Nachdem es beim letzten Post eine kleine Einleitung zu den Mineralstoffen gab und das Duo Natrium und Chlor vorgestellt wurden, gibt es heute drei Minerale, die für die menschliche Ernährung wichtig sind.

Kalium

Der Kaliumbedarf liegt bei 2g pro Tag. Ungefähr nehmen wir 2,5g pro Tag auf.

Kalium kommt in Kartoffel, Fleisch, Milch und Brot vor – also eigentlich überall…

Kalium hält den Druck in der Zelle aufrecht. Kalium ist genauso wie Natrium für die Erregungsleitung der Nerven und der Muskelkontraktion zuständig. Außerdem aktiviert Kalium verschiedene Enzyme und sorgt für den insolinabhängigen Transport von Glucose in die Zelle.

Ein Mangel von Kalium entsteht meistens durch Hormonstörungen. Die häufigsten Symptome sind Muskelschwäche, Darmträgheit oder Herzrythmusstörungen. Ein weiter Grund, warum es zum Magel kommt, ist der großzügige Gebrauch von Entwässerungs- oder Abführmittel.

Ein gesunder Mensch kann keine Überdosierung von Kalium bekommen. Menschen mit einer Nierenfunktionsstörung merken ein länger anhaltendes Kribbeln der Haut, häufige Muskelschwäche oder Lahmungserscheinungen.

Magnesium

Magnesium ist eines der am häufigsten gebrauchten Mineralien im Körper. Es aktiviert nahezu alle Enzyme in unserem Körper. Magnesium verhindert zudem die Oxidation von Fettsäuren und beeinflusst positiv den Cholesterinspiegel. Magnesium dient außerdem als Schleppersubstanz von Aminosäuren, was die Enzymbildung in der Bauchspeicheldrüse ermöglicht.

Da Magnesium für einen „Anti-Strass-Zustand“ sorgt und die gesamte Muskulatur entspannt, entsteht eine höhere Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit und die Nerven sind vor Übereizungen geschützt.

Magnesium kommt in allen Lebensmitteln vor, aber am stärksten in pflanzlichen Lebensmitteln.

Unser täglicher Bedarf liegt bei circa 200mg bis 400mg.

Ein Übermaß an Magnesium führt zu Lustlosigkeit, Schläfrigkeit, schlechten Reflexen sowie Erbrechen und Übelkeit.

Ein Mangel, der durch Blutverlust oder Durchfall verursacht wird, äußert sich durch Muskelkrämpfe, Verkalkung der Blutgefäße und Herzstechen.

Calcium

Wir brauchen gut 1g Calcium pro Tag. Calcium ist überall zu finden, wo Milchbestandteile sind.

Calcium wird vom Körper in Zähnen und Skelett angelagert. Es bildet mit Phosphat die schwer lösliche Verbindung Hydroxylapatit. Des Weiteren kommt Calcium im Gewebe, den Organen und verschieden Körperflüssigkeiten vor, da es die Durchlässigkeit von Zellmembranen beeinflusst. Calcium wirkt zudem entzündungshemmend und blutgrinnungshemmend.

Eine Calciumunterversorgung kann durch die mangelnde Aufnahme an Milchprodukten entstehen. Besonders stark betroffen sind laktoseintolerante Menschen aber auch Veganer, die auf Grund ihrer Lebenseinstellung Milch und Milchprodukte verweigern.
Schwangere und Stillende sowie Kinder haben einen sehr viel höheren Bedarf an Calcium und leiden schneller als andere an Mangelerscheinungen. Calciummangel zeigt sich meistens durch Krämpfe, einen ununterbrochenen Kribbeln auf den Lippen, trockene und rissige Haut und Querrillen an den Fingernägeln.

Wenn Calciummangel nicht behandelt wird, wird dieser früher oder später zu Rachitis (Erkrankung der wachsenden Knochen bei Kindern) oder Osteoporose (Knochenschwund) führen.