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Künstler in allen Teilen der Welt haben die holzummantelten Pigmentstifte für sich entdeckt. „Der Bundstift“, wie der Laie oft sagt, ist leicht zu transportieren, ungiftig, anwenderfreundlich, vielseitig einsetzbar und meistens auch kostengünstig zu bekommen. Es gibt drei Arten von Pigmentstiften und sie haben nichts, aber auch rein gar nichts, miteinander zu tun.

Der Bundstift hat eine Wachsmine und gehört in das Federmäppchen von Grundschülern. Sie sind keine Künstlerfarben.

Aquarellstifte hingegen sind getrocknete Pigmente auf Wasserbasis undsollten nach Möglichkeit nur für Zeichnungen verwenden, bei denen auch wirklich Wasser einsetzt wird.

Polychromos haben eine Ölmine und haben. Diese Mine ist so stark pigmentiert, dass man damit intensive, leuchtende, deckende Flächen erzeugen kann, ohne dass die Farbe des Papiers durchschein. Heute gibt es für diesen Typ ein paar hilfreiche Tipps.

Tipp 01: Eine weiche Unterlage verwenden. Ein einzelnes Blatt auf einem Holztisch wird zu schnell in Mitleidenschaft gezogen, weil es insbesondere bei starkem Aufdrücken des Stiftes von zwei Seiten angegriffen wird. Besser ist eine weiche Unterlage oder einfach mehrere Lagen Papier.

Tipp 02: Mit der hellsten Fläche anfangen. Polychromos sind keine Stifte, mit dem man von dunkel nach hell arbeiten kann. Das geht mit Aquarellen genauso wenig – Sie sind eben keine Öl- oder Acrylfarben. Plane dein Bild also und beginne immer erst mit den hellen Farben und arbeite dich stetig über die Mitteltöne bis zu den dunklen Tönen vor.

Tipp 03: Papier unter die Zeichenhand legen. So wie alle anderen Stifte, können auch Polychromos verschmieren. Es kann schnell passieren, dass man mit der Zeichenhand über eine Farbfläche kommt und das schöne Bild verschmiert.

Tipp 04:.Verwende einen Blender. Ein Blender ist vielseitig einsetzbar. Farben lassen sich problemlos mit einander vermischen, wenn man erst die eine Farbe aufträgt, dann die andere Farbe aufträgt und zum Schluss mit dem Blender drüber geht. Du kannst auch über einfarbige Flächen mit den Blender gehen. Das Weiß vom Papier verschwindet vollständig.

Tipp 05: Nicht mit Schwarz abdunkeln. Schwarz ist viel zu intensiv, macht die Farben graustichig und trist. Soll eine bestimmte Farbe dunkler werden, dann eine dunklere Farbe der gleichen Farbfamilie nehmen. Willst du richtig Schatten einfügen, versuche dunkle Blau- und Violetttöne.

Tipp 06: Aufhellen nicht vergessen. Man kann Polychromos zugegebener Weise nicht vollständig wegradieren, aber man kann sie sehr stark aufhellen. Auch kann man mit einem weißenStift über die vorgesehene Stelle gehen. Die Farbe wird heller und wirkt trotzdem intensiv, da das Weiß des Papiers verschwindet.

Tipp 07: Niemals mit weichen Bleistift vorzeichnen. Vielleicht hast du schon bemerkt, dass Bleistifte und Farbstifte sich nicht immer ganz grün sind. Hast du den falschen Härtegrad erwischt, weil du Motive im Vordergrund mit weichem Bleistift vorzeichnest, verschmutzt das Graphit die Farbe und zerstört damit das gesamte Motiv.

Tipp 08: Druckerpapier ist kein Zeichenpapier. Druckerpapier ist nicht für solche Zeichnungen geeignet, wo das Papier viele Farbpigmente aufnehmen und behalten muss

Tipp 09: Fleischfarbe ist keine Hautfarbe. Faber-Castell bietet sowohl bei den Polychromos als auch bei den Aquarellstiften die Farben „Fleischfarbe hell“, „Fleischfarbe mittel“ und „Fleischfarbe dunkel“ – ja… mit Fleischfarbe kann man sehr gut Koteletts und rohes Schnitzel colourieren (Fleischfarbe eben). Sie sind also ein bisschen sehr  rosa für die menschliche Haut.
Haut besteht nicht nur aus einem Farbton und schon gar nicht aus dem Farbton. Es eignen sich zum Beispiel Zimtbraun, Ocker gebrannt oder auch Pompejanischrot.
Das gilt natürlich für den typischen Westeuropäer, aber nicht unbedingt für Menschen mit dunklem oder asiatischem Hautton. Hier kommen dann natürlich dunklere Brauntöne oder auch Elfenbein zum Zug.

Tipp 10: Schon mal was von Mixed-Media gehört? Es macht nicht nur Spaß, unterschiedliche Medien miteinander zu kombinieren, sondern erweitert auch das Spektrum deiner Möglichkeiten. Hast du schon einmal probiert, Aquarelle mit Polychromos zu verwenden? Da Polychromos wasserfest sind, verwischen sie nicht und können daher für die Details verwendet werden.