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Viele Künstler haben den Wunsch, die Welt so real wie möglich auf dem Papier abzubilden. Zwar können plakative Zeichnungen durchaus Charakter haben, aber viele denken da zuerst an  veraltete Werbeplakate als an Holzschnitte und Co.

Ich hatte ja schon mal einen Artikel über Perspektive geschrieben, aber auch dann wirkt alles noch ein bisschen flach. Der echte Knackpunkt kommt durch Licht und Schatten. Alles was wir sehen, steht nun mal im Licht (sonst würden wir es ja nicht sehen können) und alles, was im Licht steht, wirft irgendwo einen Schatten.

Licht und Schatten führen unsere Augen, sie sagen: Dieses Teil ist rund, das da hat mehrere Seiten, das ist vorne und das ist hinten. Ohne diese Information kann unser Kopf zwar erkennen, was da abgebildet ist, aber es macht keinen realistischen Eindruck.

Je komplexer das Objekt ist, desto mehr Schatten bilden sich.

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Kommt das Licht frontal von einer Seite, dann bildet sich vor allem an der Rückseite ein Schatten.
Der Schatten, auf dem Boden, ist extrem lang gezogen.

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Licht betont auch Kanten und Rundungen. Auch wenn die Öffnung, der Kanne wahrscheinlich rund verläuft, so verschwindet die Linie, die die Dicke der Kanne kennzeichnet, nicht einfach.
Kommt das Licht direkt von oben, dann ist der Schatten, der sich auf dem Boden bildet, ganz klein und direkt beim Objekt.

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Runde Formen brauchen manchmal mehrer Ebenen von Schatten um zu zeigen: ja, ich bin rund. Wenn ihr nicht farbig arbeitet, sondern graphisch arbeitet, dann kombiniert verschiedene Schraffuren.

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Kommt Licht von unten haben wir gar keinen Schatten auf dem Boden.