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Seit meinem Post zum fotographieren mit Katze, wurde ich schon häufiger angeschrieben ob das handgestrickte Socken sind und ob man sie kaufen kann.

Ja, sie sind von mir selbst gestrickt worden.

Nein, sie sind nicht zum verkauf freigegeben, aber ein ganz großes Danke, dass ihr meine Socken so toll findet, dass ihr sie auch kaufen möchtet. Wenn ich noch ein, zwei Paare gestrickt habe und ich mich sicherer auf diesem Paket bewege, dann können wir ja nochmal drüber reden 😉

Heute möchte ich euch Wissenswertes zum Thema Socken und Stricken mit auf den Weg geben.

Garn und Nadel

Am besten ihr verwendet für eure Socken auch ein Sockengarn. Socken werden vergleichsweise sehr häufig gewaschen und die Sockengarnmischung-besteht  in der Regel aus einem Schurwollanteil (75%) und einem Polyamidanteil (25%)- garantiert dass ihr eure Socken mit ruhigen Gewissen  in der Maschine waschen können.

Der Polyamidanteil macht das Gewebe strapazierfähig, schützt vor Pilling und zu schnellem Abrieb an der Sohle. „super-wash“ gewährleistet, dass die Socken in der Waschmaschine nicht filzen und sogar Trockner geeignet sind – obwohl ich ihr sagen muss: Trockner kostest furchtbar viel Energie und ist der Tod eines jeden guten Wäschestückes.

Typisch sind 4-fädrige Garne mit einer Lauflänge von 210 Meter auf 50 Gramm Wolle. Socken in dieser Stärke können bequem in Schuhen getragen werden.

es gibt auch 6-fädiges (125 m Lauflänge auf 50 g) und 8-fädiges (100 m Lauflänge auf 50 g) Garn, aus welches ihr robustere Socken stricken könnte oder auch Kuschelsocken für zu Hause anfertigen könnt.

Socken werden klassischer Weise auf einem Spiel gestrickt. Die Nadelstärke richtet sich nach der Garnstärke. Meistens wird zu einer 4-fädrigen Wolle eine 2,5er Nadel empfohlen.

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Die meisten Sockengarne sind mehrfarbig und ersparen Anfängern aufwengide Muster

Der Anschlag

Die Maschen werden beim Anschlag gleichmäßig auf die 4 Nadeln des Nadelspiels verteilt. Der Rundenwechsel ist zwischen der 4. und der 1. Nadel – über diese zwei Nadeln wird später auch die Ferse gearbeitet. Diese Stelle ist automatisch durch den Anfangsfaden gekennzeichnet.

Eine besondere Form des Anschlages ist der italienische Anschlag. Dabei werden die Maschen mit gewöhnlichem Nähgarn angeschlagen. Die Runde wird danach mit der richtigen Wolle geschlossen und einmal ab gestrickt. Mit einer kleinen Schere wird das Nähgarn zerschnitten und gezogen. Es entsteht ein extrem lockerer Rand.

Das Bündchen

Damit eure Socken später nicht rutschen ist es sinnvoll, ein Bündchen zu stricken. Durch den Wechsel zwischen rechten und linken Maschen (also Rippenmuster) entsteht ein elastisches Bündchen. Ihr könnt1 rechten und 1 linken Masche im Wechsel oder 2 rechten und 2 linken Maschen im Wechsel oder auch 3 rechten und 1 linken Masche im Wechsel stricken.

Das Bündchen kann über eine Höhe von 3 bis 5 cm gestrickt werden.

Wenn ihr eure Socken für Zuhause strickt könnt ihr auch auf das Bündchen verzichten. Wenn ihr glatt rechts startet entsteht ein sogenanntes Rollbündchen.

Der Schaft

Wie lang der Schaft, also das Stück zwischen Anschlag und Fersenbeginn, sein soll, ist absolut euch selbst überlassen.

Muster werden über alle 4 Nadeln gestrickt. Bevor ihr aber zu der Ferse übergeht ist es ratsam noch 2 Runden das Muster nur über die 2. und 3. Nadel zu stricken und die 4. Und 1. Nadel schon glatt rechts zu stricken.

Die Ferse

Traditionell wäre die Variante Fersenwand, Käppchen und Zwickel zu stricken. Das ist sehr aufwendig und bringt nicht zwangsläufig eine gute Passform mit sich -> nur wenn man einen hohen Spann hat.

Neuer ist die Variante mit der Bumerang –Ferse.  Geeignet auch für Menschen mit wenig Spann. Achtung: Die Bumerang-Ferse ist nicht so hoch wie die Käppchen-Ferse. Wer sonst immer die traditionelle Variante genommen hat und was Neues ausprobieren will, sollte unbedingt 10 Runden mehr Schaft stricken.

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Die Bumerang-Ferse in der Großansicht

 

Fersenhälfte Teil 1

  1. Reihe (Hinreihe): Alle Maschen der 1. Nadel rechts stricken, wenden.
  2. Reihe (Rückreihe): Die doppelte Masche arbeiten. Dafür den Faden vor die Arbeit legen, von rechts in die 1. Masche einstechen, dann Masche und Faden zusammen abheben und den Faden fest nach hinten ziehen. Dabei wird die Masche über die Nadel gezogen und liegt doppelt. Wird der Faden nicht fest genug angezogen, entstehen später Löcher. Den Faden wieder nach vorn nehmen und die restlichen Maschen der 1. Nadel und alle Maschen der 4. Nadel links stricken, wenden.
  3. Reihe: Eine doppelte Masche arbeiten,  dann alle restlichen Maschen der 4. und 1. Nadel bis zur doppelten Masche am Reihenende rechts stricken, die doppelte Masche bleibt ungestrick; wenden.
  4. Reihe: Eine doppelte Masche arbeiten und wieder bis vor die doppelte Masche links stricken; wenden.

Die 3. und 4. Reihe wiederholen, bis die Maschen des Mittelteils übrig sind.

Nun 2 Runden über alle Maschen stricken, über die Fersen-Maschen rechts, über die Mschen der 2. und 3. Nadel im Schaftmuster. Dabei werden in der 1. Runde bei den doppelten Maschen beide Maschenteile zugleich erfasst und als 1 Masche rechts abgestrickt. Danach stricken Sie die 2. Fersenhälfte.

Fersenhälfte Teil 2

  1. Reihe (Hinreihe): Die Maschen des Mittelteils und die Masche danach rechts einstricken; wenden.
  2. Reihe (Rückreihe): Eine doppelte Masche arbeiten. Nun die restlichen Maschen des Mittelteils und die Masche danach links stricken; wenden.
  3. Reihe: Eine doppelte Masche arbeiten. Nun rechts bis zur doppelten Masche stricken, diese wie beschrieben rechts stricken und die folgende Masche rechts stricken, dann wenden.
  4. Reihe: Eine doppelte Masche arbeiten. Nun links bis zur doppelten Masche stricken, diese wie beschrieben links stricken, dann die folgende Masche links stricken und wenden.

Die 3. und 4. Reihe wiederholen, bis auch über den äußeren Fersen-Maschen eine doppelte Masche gestrickt wurde. Nach der letzten Rückreihe wenden und noch 1 doppelte Masche arbeiten, die restlichen Maschen der 4. Nadel rechts stricken, dann in Runden weiterstricken, dabei in der 1. Runde die doppelten Maschen wie beschrieben rechts abstricken.

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Der Fuß

Der Fuß wird wieder im gleichen Muster, wie der Schaft gearbeitet.

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Die Bandspitze

Um die Spitze zu bilden strickt ihr  die zweit- und drittletzte Masche der 1. und 3. Nadel rechts zusammen, die letzte Masche wird wieder rechts gestrickt.
Die 1. Masche der 2. und 4. Nadel strickt ihr rechts, die 2. Masche hebt  ihr rechts ab, strickt die 3. Masche rechts und zieht die abgehobene Masche darüber.

Wenn nur noch 8 Maschen übrig sind, dann den Arbeitsfaden durchtrennen und mit einen stumpfen Wollnadel durch die verbleibenden Maschen ziehen und nach innen vernähen.

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