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Ich benutze fast ausschließlich die Jacquard-Technik, wenn ich kleine Muster mit zwei bis drei Farben stricke. Für die Technik braucht es etwas mehr Übung, aber wenn sie sitzt gibt es keine bessere Technik.

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Wenn der Farbwechsel über mehr als 4 Maschen geht müsst ihr unbedingt darauf achten nicht zu straff zu stricken. Der mitgeführte Faden gibt nicht so sehr nach wie das Maschenbild auf der Vorderseite.

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Ihr strickt also locker drauf los bis zu der Stelle, wo ihr wechseln wollt (bei mir von Schwarz S auf Weiß W). Ihr klemmt euch den Fadenanfang vom neuen Knäul (bei mir beispielsweise Weiß) zwischen eure Hand und der rechten Nadel und wickelt den Faden mit um den Zeigefinger eurer linken Hand. Ihr stecht in die zu strickende Masche (schwarze Schlaufe) ein und holt euch von den beiden Fäden die ihr um den Finger habt den Weißen vor und hebt die Masche ab. Strickt noch eine weitere Masche und zieht den Anfang vom weißen Knäul nochmal nach – wir wollen trotz allem kein Lochmuster.

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Wir ihr sehen könnt habe ich bei diesem Beispiel den ungenutzten Faden nur passiv mitgezogen. Wer weiß, das wird eine echt lange Tour, der kann die Fäden miteinander verdrehen. Der ungenutzte Faden wird trotzdem nicht gesehen, aber macht keine riesigen Schlaufen im Hintergrund.

Für die, die gerne einen Norweger als Ziel haben: Die Fäden nicht miteinander verdrehen – ihr wisst sonst nicht wie ihr den Pulli über der Brustkorb bekommen sollt, weil es sich nicht mehr dehnt. Beim Anziehen immer die Hände zu Fäusten ballen damit ihr nicht auf der Innenseite hängen bleibt.

 

Eine andere gut bewährte Technik ist die intarsientechnik. Statt den Faden mitzunehmen kappt ihr die abgeschlossene Farbe oder nehmt für jeden Rapport ein neues Knäul mit auf.
Aus beispielzwecken habe ich eine mittelblaue und eine dunkelblaue Seite gestrickt

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Und so wird es gemacht:

Ihr strickt wieder zu der Stelle, wo ihr wechseln möchtet

Die Farben werden, wie oben beschrieben, gewechselt, strickt weiter und wechselt mit einem einem neuen Knäul wieder die Farbe (ihr habt jetzt 3 Arbeitsfäden)

Auf der Rückreihe strickt ihr mit Faden 3 bis dorthin, wo ihr Faden 2 gelassen habt, wechselt und strickt mit Faden 2 wieder weiter. Ihr könnt auch um eine Masche versetzt den Faden von der Vorreihe hochholen, aber ab zwei Maschen sieht das schonwieder komisch aus.

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Wenn ihr eine vierte oder gar fünfte Farbe einarbeiten wollt – falls ihr einen schattierten Apfel mit braunen Stängel und einem grünen Blatt stricken möchtet – macht ihr das mit jeder Farbe.

Hier ist übrigens noch das Strickmuster. Zu den Grundlagen von Zöpfen, Zugmaschen und Umschlägen wird es eventuell noch einen extra Post geben, aber zu dem Symbol mit den zwei parallen Strichen sei mal folgendes gesagt:
Ihr strickt bis zu der angezeichneten Stelle, nehmt eine dritte Nadel zur Hand und hebt die 4 gekennzeichneten Maschen nur ab und lasst die Naddel vorne hängen, strickt die vier nachfolgenden Maschen ab, hebt nun die nichtgetrickten Maschen von der Zopfnadel wieder auf die linke Nadel und strickte diese ganz normal ab. Fertig.

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