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Der Begriff Romantik stammt ursprünglich  von dem Wort Rom ab, da viele vorchristliche Bauwerke mit in das Christentum übernommen wurden. Gegen Ende des 4. Jahrhunderts wurde das Christentum im damaligen Rom Staatsreligion. Weil es noch keine Glaubenshäuser gab, wurden die römischen Basilika (Markthallen) zu Gebetsräumen. Der christliche Glaube bestimmte in dieser Zeit alle Lebensbereiche. Dies führte immer wieder zu der Frage: Wer hat mehr zu sagen? Der Herrscher oder der Kirchenführer?

Die lange Auseinandersetzung gewann 1077 die Kirche, als Heinrich IV den Weg nach Kanossa (Alpen) unternahm und 3 Tage und Nächte vor den Toren der Kirche ausharrte und letzen Endes von der Kirche die Krone ausgesetzt bekam.
Von diesem historischen Tag an wurden europaweit Kirchengebäude gebaut, die größer, mächtiger und prunkvoller waren als alles bisher gebaute.

Die Romantik , von deren Zeit nur noch Sakralbauten und Kirchen erhalten sind, war gekennzeichnet von dicken, wehrhaften Mauern und großen Flächen. Jedes Gebäudeteil, wie beispielsweise Türme, hatte eine große blockhafte und massive Form und kleine Fenster mit Rundbögen. Die senkrechten und waagerechten Elemente bildeten ein optisches Gleichgewicht.

Im Inneren wurden die Gebäude von Säulen und Pfeilern getragen. Diese waren am Ende mit Schmuckkapitellen verziert und durch Rundbögen miteinander verbunden. Eine grade Holzbalkendecke trennte den eigentlichen Raum vom Dach.

Zur Zeit der Romantik sind Plastiken und Reliefs, die Szenen aus dem alten Testament festhalten, in Mode. Mit einer der bekanntesten Künstler währe Wiligelmo, der mit stilisierten Formen ein Relief über die Schaffung des Menschen,der Vertreibung aus dem Paradies und dem Tod Kains ein Meisterwerk schuf. Das Hauptaugenmerk liegt nicht in der natürlichen Darstellung, sondern auf den damals aktuellen Problem des sittlichen Verfalls des Menschen. Ein weiteres, sehr schönes Relief ist eine Tafel an der Tür des Doms von Pisa. Bonanno Pisanos zeigt die Anbetung des Hirten.