Ich hatte ja schon länger vor, Japan mit ein paar Fakten und Daten vorzustellen… und hier habe ich es jetzt geschafft:

Japan Karte

Am östlichen Rand des asiatischen Kontinents liegt eine Inselgruppe, die aus mehren tausend kleinen Inseln besteht, mit dem Namen Japan. Auf den 378.000 Quadratkilometer leben rund 125 Millionen Menschen. Man rechnet somit eine Dichte von 335 Einwohner pro Quadratkilometer. Die meisten Menschen leben auf den vier Hauptinseln Hokkaido, Honshu, Shikoku und Kyushu. Wie ihr seht ist die Insel Honshu nicht auf meiner Karte, da sich Honshu aus den Regionen Tohoku, Kanto, Chubu, Kansai und Chugoku erschließt.

Allein in Tokyo, der Hauptstadt von Japan, lebt ca ein Viertel der Bevölkerung, ein Großteil der Landesfläche aus unbewohnbaren bergigen Gelände besteht.

Die Geschichte

Schon vor 100.000 Jahren gab es altsteinzeitliches Leben auf den japanischen Inseln. Die japanischen Ureinwohner werden als Ainu bezeichnet. Sie lebten dort friedlich in kleinen Gruppen, bis die Mongolen sich 5000 vor Christus ansiedelten.

4000 Jahre lang gab es ein friedliches zusammenleben der beiden Stämmen, jedoch breiteten sich die Mongolen gegen 300 vor Christus zunehmend aus. Die Ainu wurden dadurch immer weiter nach Norden, auf die Insel Hokkeido, gedrängt. Aber es gab auch Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen Clans bzw. den Sippen, denn durch Hungersnöten wurden erbitterte Kämpfe um die Reisgebiete gefochten. Die Reisgebiete waren zu Krisenzeiten die einzigsten Nahrungsquelle.

Gegen 400 nach Christus war der Yamato-Clan einer der mächtigsten Stämme in Japan geworden. Er war in der Lage die einzelnen Teilstämme und die umherziehenden Sippen zu einem großen Stamm zu vereinen.

Der Yamato-Clan wollte seine Macht verstärken, und erhob eine Frühform des Shintoismus zur allgemeinen Religion.

Während dieser Zeit  wurde die japanische Kultur von vielen chinesischen Einflüssen untergraben. Im Vergleich zu China und Korea hatte Japan eine eher rückständige Zivilisation. Durch die Handelsbeziehungen, die der Yamato-Clan zum südkoreanischen Königreich Paekche aufbaute, brachten die koreanischen Händler Eisen, chinesisches Schriftgut und chinesische Philosophie nach Japan. Japan verfasste, durch die Vielzahl an  chinesischen Schriften, fast alle seine Dokumente von da an in chinesische Schrift.

Um 530 nach Christus kam der Buddhismus nach Japan. Die Yamato erkannten, dass neue Kulturen und Technologien zu entdecken neue Entwicklungen aber auch viele unerwünschte Ideologien ins Land brachte. Um den Buddhismus zu unterdrücken, orientierten sich die Yamato an das chinesische Rechtssystem: Ein Rat, der Dajokan genannt wird, regiert das Kaiserreich mit der Hilfe von lokalen Gouverneuren.

Trotz aller Maßnahmen neigte sich die Zeit der Yamato ihrem Ende zu. Im 9. Jahrhundert nach Christus zogen sich die Kaiser mehr und mehr aus den Regierungsgeschäften zurück.

Diese Entscheidung ist der Wendepunkt für die Adelsfamilie Fujiwara geworden. Die Mitglieder der Familie nahmen viele Posten am kaiserlichen Hof ein. Letztendlich stellte die Fujiwara  im Jahre 984  den ersten Kaiser aus ihrer Familie.

Die Fujiwara legten größten Wert darauf, dass Japan sich von den chinesischen Wurzel befreit und eine eigene Kultur aufbaut. Von da entwickelte sich die japanische Kultur  zu dem, was es Heute ist.

 

Die Kultur

Viele Elemente, der heutigen japanischen Kultur, gehen auf die damaligen Traditionen des Landes zurück.
Die ersten archäologischen Funde stammen aus der Yayoi-Periode. Im 4.Jahrhundert kam das chinesische Kulturgut nach Japan, zuerst in Handwerkstechniken und Landwirtschaftstechniken, später im 7. Jahrhundert die Schriftkultur und die Religionen Konfuzianismus und Buddhismus.

In der Heian-Zeit entwickelte der Hofadel eine unabhängige japanische Literatur und später eine eigene Dichtungsart.

Der Schwertadel, in späteren Jahren Samurai genannt, wurde auf Grund der häufigen Bürgerkriege die wichtigste Schicht im Land. Durch die stark ausgeprägte Kriegskunst, bildete sich eine neue Form des Buddhismus, der Zen, heraus.

Erst im 17. Jahrhundert, in der Edo-Zeit, kam das Land zur Ruhe. Die Samurai wurden zu einer reinen Beamtenschicht, die ihre Kriegertugenden in den Kampfkünsten bis in die heutige Zeit bewahrte. Der Zen spiegelte sich von da an in Dichtung, Malerei, Musik und Gartenkunst wieder.

Auf Grund des Friedens und des wirtschaftlichen Aufschwungs kamen die Händler zu Reichtum. Da ihnen aber der soziale Aufstieg versagt war, suchten sie in der Kunst einen Weg, die Samurai zu übertrumpfen. Die Händler bauten Teehäuser, in denen die Geishas die Teezeremonie, Blumensteckkunst, Musik und Tanz praktizierten.

In den Städten bildeten sich Vergnügungsbezirke.

Seit der Nachkriegszeit erlebt Japan eine neue Blütezeit. Die Popkultur verbindet die japanische Tradition mit den westlichen Einflüssen. Anime, Manga und Popmusik sind Weltweit beliebt geworden.

Das Schulsystem

Die schulische Ausbildung beginnt eigentlich im Kindergarten, wobei dieser nicht zur Schulpflicht gehört. Da aber in Japan viel Wert auf das Zusammenleben gelegt wird, findet im Kindergarten und in der Grundschule sehr viel Gruppenarbeit statt. Die Grundschule dauert sechs Jahre und die Mittelschule nur drei Jahre. Das Abitur ist noch einmal drei Jahre.

Öffentliche Schulen haben eine Fünftagewoche, Privatschulen meistens eine Sechstagewoche. Jede Schule besitzt eine charakteristische Schuluniform. Das Schuljahr beginnt immer am 1.April. Die Ferien sind im ganzen Land einheitlich gestaltet: Sechs Wochen Sommer (Juli/August), zwei Wochen über Ostern und zwei Wochen über Weihnachten und Neujahr.

Durch den Konfuzianismus, hat Bildung in Japan einen übermäßig hohen Stellenwert. Beim Studium ist das Ansehen der Universität wichtiger als der Studiengang. Der Schwierigkeitsgrad der Aufnahmeprüfung steigt, je mehr Prestige die Universität hat.

Die Politik

Japan ist eine zentralstaatlich organisierte parlamentarische Monarchie. Das politische System wurde am 3.Mai 1947 festgelegt.

Der Tenno ist der Repräsentant des Landes. Das Kabinett bildet unter dem Premierminister die Exekutive und ein Zweikammerparlament, bestehend aus Unter- und Oberhaus, die Legislative. Die Judikative wird vom obersten Gerichtshof geleitet.